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Home Untersuchungen Feldforschung PU Sperenberg / Massow

PU Sperenberg / Massow

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Die Untersuchung Sperenberg und Massow war unsere erste große Untersuchung im Jahr 2009, nach der langen "Winterpause". Vom Flughafen in Stuttgart, flogen Daniel und ich nach Berlin, um uns dort mit Cean von Paranormal-Nord zu treffen und zwei Örtlichkeiten zu untersuchen.

Deckblatt


Die Untersuchung war in mehrerlei Hinsicht eine Premiere. Zum einen war dies das erste mal das wir uns per Flugzeug auf den Weg zu einer Location machten und zum anderen war diese Untersuchung die erste "Live-Twitter" Untersuchung, die eine "Ghosthunter"-Gruppe in Deutschland durchführte.



Die Anreise per Flugzeug, stellte uns besonders im Bezug auf unsere Gerätschaften auf die Probe. Wir wussten nicht genau, ob die 20 Kilogramm Gepäck, die jedem Passagier zustehen, denn auch genug sind, für unser benötigtes Equipment. Mit biegen und brechen und sehr strenger Auswahl der Geräte, gelang es uns aber schließlich diese Gewichtsgrenze in etwa einzuhalten.

Ausruestung PU Berlin

Wir flogen also ohne Probleme am Stuttgarter Flughafen ab und landeten wenig später in Berlin. Mit einem Mietauto begaben wir uns dann zu unserer Unterkunft, in das kleine Örtchen Sperenberg.

In der Unterkunft fanden wir genug Platz um unsere Gerätschaften auszubreiten und aufzuladen. Es war geplant zwei Örtlichkeiten zu untersuchen. Die Auswahl der Örtlichkeiten erfolgte durch ein Buch, welches ich vor über einem Jahr gelesen hatte.

1.Ort - Kummersdorf-Gut

Das Buch heißt „Verlorene Ehre – Verratene Treue“ von Herbert Maeger ( † 2007 ). In diesem Buch schildert der Autor sein Leben in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Nach einer Odyssee an der Ostfront und weiteren Orten in Europa, befand er sich im Jahre 1945 südlich von Berlin, als die Schlacht um Berlin tobte. Während seiner wilden Flucht vor den anrückenden Russen, kam er an einem Platz vorbei den er in seinem Buch beschreibt.

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Er berichtet von einem Waldstück, südlich von Sperenberg, in dem er eine grauenhafte Beobachtung machte. In diesem Waldstück waren damals Nachrichtenhelferinnen stationiert gewesen. Diese Nachrichtenhelferinnen waren dort wohl von der heranrückenden roten Armee überrascht worden. Laut der Aussage des Zeitzeugen Herbert Maeger, lagen dort  hunderte Frauenleichen im Wald verstreut. Herannahende deutsche Soldaten sollen, als sie diese Leichen sahen, einen gefangenen russischen Soldaten kommentarlos an Ort uns Stelle erschossen haben.

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Seit ich diesen Bericht gelesen habe, habe ich versucht den genauen Ort dieser Vorkommnisse zu recherchieren. Ein Unterfangen, welches sich als gar nicht so leicht herausstellte. Der Autor hat zwar in seinem Buch eine grobe Karte abgedruckt, welche aber leider viel zu ungenau war. Die Recherche des Ortes nahm viel Zeit in Anspruch und auch jetzt müssen wir sagen, dass wir den ganz genauen Ort nicht verifizieren konnten, wohl aber das Gebiet in dem es passiert sein muss.  Die Kontaktaufnahme mit Institutionen vor Ort, Museen und Lokalhistorikern, brachte uns dem Ziel aber schließlich näher. Eine engagierte Frau aus dem Pararesearch Forum hat uns dann auch Informationen zukommen lassen, die uns sehr viel weiter gebracht haben.

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Das Gelände, um das es sich nach unseren Informationen handeln muss, liegt in der Nähe der ehemaligen Heeresversuchstelle von Kummersdorf-Gut. Entlang einer alten Bahnlinie liegen dort etliche Überreste von Bunkern, Stellungen und anderen Gebäuden im Wald verstreut. Irgendwo in diesem Waldstück sollen nach unseren Informationen die Leichen gelegen haben. Bei unserer Vorabbegehung fanden wir zahlreiche Relikte wie z.B. Bunkeranlagen vor.

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Entlang der Schienen sind damals viele Menschen vor der anrückenden Roten Armee geflohen. Als wir während der Vorabbegehung in dieses Gebiet gelaufen sind, stießen wir schon nach wenigen Minuten auf die ersten Relikte. Befestigte Stellungen, Fundamente und "Bunker" stehen dort in einem großen Gebiet verstreut. Wir sahen uns in dem Areal um um und Cean ließ auch hier schon ihr Diktiergerät mitlaufen. An einigen Stellen machten wir auch kurze Videoaufnahmen.

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Das Gelände machte einen sehr verlassenen und an manchen Stellen auch einen "überwucherten" Eindruck. Es war nicht immer klar, ob die Relikte die man dort sieht, aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges stammen oder etwa zu Zeiten des Kalten Krieges von der russichen Armee dort zurückgelassen wurden. Es stehen dort auch nirgendwo Verbotsschilde oder Warnhinweise. Eine Absperrung des Areals ist ebenfals nicht vorhanden, wie man es z.B. von anderen ehemalig millitärisch genutzten Objekten her kennt.

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2.Ort - Forthaus Massow

Am gleichen Tag haben wir zusätzlich auch die anderen Örtlichkeiten besucht, das ehemalige Forthaus Massow. Es liegt in der Nähe des Gebietes, in dem damals die Reste der 9.Armee, von den Verbänden der Rotem Armee, eingekesselt wurden.

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Auf diesen Ort wurde ich im Laufe der Recherche zum Kummersdorf-Gut aufmerksam. Durch Kontakte zu Hobbyforschern die sich mit der Historie des "Kessel von Halbe" beschäftigen, wurde ich auf die tragischen Ereignisse, die sich an diesem Forsthaus zugetragen haben, aufmerksam. Da dieses Forsthaus nicht weit vom Kummerdorf-Gut entfernt liegt, haben wir diese Lokalität ebenfalls auf unserem Monitor gehabt.

Wikipedia gibt u.a. folgende Informationen zum "Kessel von Halbe" an:

"Der Kessel von Halbe bezeichnet den Einschluss deutscher Truppen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Gebiet der Ortschaft Halbe.

Nach dem Zusammenbruch der 9. Armee im Raum Frankfurt (Oder) und bei Cottbus wurden die kaum noch kampffähigen Reste in einem kleinen Waldgebiet zwischen Märkisch Buchholz und Halbe, südöstlich von Berlin, durch Truppen der Roten Armee eingeschlossen. Entscheidend für die Schließung des Kessels war der Zusammenbruch einer Holzbrücke zwischen Krausnick und Schlepzig unter dem Gewicht eines deutschen Panzers der Vorhut. Diese Verzögerung von ca. sechs Stunden in diesem Bereich ermöglichte der russischen Armee, den Kessel zu schließen."

Quelle: Wikipedia - Kessel von Halbe

Nach dem Ausbruch aus diesem Kessel, sammelten sich die Reste der Überlebenden am Forsthaus in Massow. Es gibt einige Berichte von überlebenden Zeitzeugen, die von sehr vielen Leichen und Schwerverletzten berichten, die sich zum und am Forsthaus Massow befanden. Der Weg zum Fortshaus war links und rechts des Weges gesäumt mit Verletzten und Sterbenden, die die vorbeikommenden Menschen um Hilfe baten, da sie nicht der Roten Armee in die Hände fallen wollten.

Direkt am Forsthaus kam es dann zu dramatischen Szenen. Es wird u.a. davon berichtet, dass man dort ein Mädchen ( ca. 12 Jahre alt ) mit Kopfschuss gefunden hat. Ein Landser soll dort aufgeknüpft worden sein. Die Leiche des Soldaten wurde dann von folgenden Kameraden abgeschnitten. Nachfolgende Zeitzeugen berichten ebenfalls von dem Fund dieses Soldaten, der noch den abgeschnittenen Strick um den Hals trug. Eine Truppe von deutschen Soldaten wurde unmittelbar an diesem Forsthaus auch in ein Feuergefecht verwickelt, in dessen Verlauf wohl einige russiche Soldaten ihr Leben liessen, als diese, aus dem mit weißer Fahne markierten Haus stürmten. Tote und sterbende Soldaten wurden zurückgelassen, weil auf den Fahrzeugen sowieso schon zu wenig Platz war. Am Forsthaus Massow starben viele Menschen und man mag sich nicht vorstellen, welche Verzweiflung und Not sich damals an dieser Stelle abgespielt hat.

Aus gut unterrichteten Quellen wissen wir, dass in diesem Gebiet öfters menschliche Knochen gefunden werden. Auch sieht man auf dem Weg zu diesem Forsthaus, einige Relikte links und rechts des Weges, die es durchaus in sich haben können. Die angrenzenden Bereiche sind mit Wildschutzzäunen gesichert, und das gesamte Gebiet befindet sich in einem Naturschutzgebiet.

Stiefel


Wir sind nach einem mehr oder wenig anstrengenden Fussmarsch dann auch endlich am Forsthaus angekommen. Auf Grund der Lage und dem Umstand, dass dieses Forsthaus nicht mehr als Gebäude besteht ( es ist auf Grund von Kampfhandlungen abgebrannt ), ist es gar nicht so leicht es zu finden. Es finden sich auch nur noch die Grundmauern und ein Gedenkstein an Ort und Stelle. Angrenzend befindet sich eine Lichtung, die dort auch schon damals so bestand.

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Während unserer Vorabbgehung fand Cean einen Knochen, welcher sich an der Oberfläche in einem Gebüsch befand. Ganz in der Nähe fanden wir auch die Reste eines Lederschuhs. Der Knochenfund machte uns doch nachdenklich, da wir wussten, dass es in diesem Gebiet öfters zu Funden von menschlichen Knochen kommen soll. Nachdem wir dann auch noch eine größere Gewehrpatrone fanden, entschieden wir uns dafür, die Funde bei der nächsten Polizeidienststelle anzuzeigen. Die Patrone wurde natürlich von uns nicht berührt und an Ort und Stelle belassen. Wir markierten die Stelle unauffällig mit einer Glasflasche die in der Nähe lag, damit die Polizei diese dann auch leichter finden kann. Der Knochen wurde ebenfalls an Ort und Stelle belassen und markiert.

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Wir hielten Ausschau nach Störquellen und schauten uns um. Es fielen uns keine Störquellen, wie etwa Hochspannungsmasten oder Stromleitungen etc. auf. Mit diesen Eindrücken machten wir uns dann auf den Rückweg vom Forsthaus. Den Knochen- und Munitionsfund machten wir mit Absicht nicht sofort auf unserem Twitter-Account publik. Wir wollten nicht, dass irgendjemand auf die Idee kommt und sich dort eines dieser ( eventuell ) morbiden Fundstücke holt, solange der Kampfmittelräumdienst nicht dafür gesorgt hat, dass von diesen Munitionsteilen keine Gefahr mehr ausgehen kann.

 

Ausrüstung

Bei der ersten großen Untersuchung im Jahr 2009, hatten wir auch wieder einige innovative Ausrüstungsgegenstände das erste mal im Einsatz. So hat sich Daniel u.a. ein Nachtsichtgerät zugelegt, welches er an seine Spiegelreflexkamera gekoppelt hat. Damit haben wir versucht einen Großteil der Lichtung am Forsthaus Massow zu überwachen.

DSC04474


Außerdem waren unser neuen "Profi-Timer" für unsere Spiegelreflexkameras im Einsatz, die vom Untersuchungsbereich zu einem einstellbaren Intervall, automatsichen Fotos machten. So wollen wir eine weitere Lücke schließen und unseren Untersuchungsbereich nun auch zu einem bestimmten Intervall überwachen. Diese Aufgabe hat ja bis dato auch die Infrarot-Fotofalle übernommen, der Profi-Timer löst aber auch ohne "Temperatur & Bewegungsänderung" aus und bildet die Umgebung im sichtbaren Lichtspektrum ab.

Das Thema "Infrarotbeleuchtung" wird ja schon seit ewigen Zeiten, besonders bei Ghosthuntergruppen, heiß diskutiert, bildet sie doch oft die Krux bei Videoaufnahmen. Wir haben uns natürlich auch mit der Thematik befasst und haben uns für zwei, vor allem erschwingliche, Systeme entschieden. Diese wollten wir bei dieser Untersuchung im Outdooreinsatz testen.

Zum einen haben wir uns Infrarottaschenlampen besorgt, die eine zusätzliche Aufhellung des "NightShot-Bereiches" bringen sollten. Bei Tests zeigt sich auch, dass die Lichtleistung dieser Taschenlampen enorm gut ist, ja teilweise sogar besser als die von namhaften Markenherstellern, die oft ein vielfaches kosten. Die Taschenlampen werden mit 3 Batterien ( 1,5 Volt AAA ) betrieben. Für die Ausleuchtung eines Bereiches, habe ich extra eine sog. "Mobile Beleuchtungseinheit" konstruiert, welche es uns möglich machen sollte, mehrere Taschenlampen auf einen Bereich auszurichten.

ir-taschenlampen


Die mobile Beleuchtungseinheit war dann auch in der ersten Nacht der PU im Einsatz, leider merkten wir sehr schnell, dass die sehr gute Lichtausbeute eindeutig auf die Lebensdauer der Batterien geht. Nach nur 30 ( !!! ) Minuten ließ die Lichtleistung so stark nach, dass es keinen Sinn mehr machte die Taschenlampen weiterhin zu betreiben. Dieses System scheint also ungeeignet, um einen Bereich stundenlang zu überwachen.

beleuchtung1

Desweiteren haben wir nochmal ein innovatives System getestet, das wir als erste Ghosthuntergruppe in Deutschland so einsetzen. Wir haben uns sehr günstige Infrarotscheinwerfer bestellt, welche mit einer Versorgungsspannung von 12 Volt betrieben werden. Um diese Scheinwerfer auch outdoor und mobil einsetzen zu können, haben wir uns auch 12 Volt Akkus besorgt, die diese Scheinwerfer über mehrere Stunden, ohne Lichtleistungsverlust, betreiben können. Die Akkus können per Fernsteuerung ein- und ausgeschaltet werden und haben sich in Verbindung mit den Stativen sehr gut bewährt und werden seit der PU am Forsthaus nun ständig von uns eingesetzt. Auf dem Bild kann man unseren Aufbau sehen. Wir sind uns sicher, dass diese "Infrarotlösung" wohl auch bald von anderen "Forschern" in diesem Bereich so eingesetzt werden wird.

 

Weitere Quellen / Vorortinformationen

Zu unserem ersten Schnitzel kamen wir in einer "Sportkneipe" in Sperenberg. Dort war auch zufällig ein Lokalhistoriker vor Ort, der sich gerne mit uns unterhielt. Wir erfuhren von weiteren interessanten Örtlichkeiten, die sich in unmittelbarer Nähe von Sperenberg befinden.

Im allgemeinen war man unserer Forschung zwar durchaus zugetan, dennoch mehrten sich auch die Befürchtungen, dass wir Grabräuber und Sondengänger wären. In dieser Gegend haben sich wohl schon öfters Sondengänger eingefunden, die auf der Suche nach Relikten des Zweiten Weltkrieges, auch vor der Störung der Totenruhe, keinen Halt machen. Es wurde uns berichtet, dass es schon dazu gekommen sei, dass Sondengänger, einen Schädelknochen fanden, den sie dann auf einen Stock an den Waldweg stellten. Wanderer haben ihn dann gefunden.

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen :

Es herrscht im beschriebenen Gebiet ein striktes Grabungsverbot!

Man bewegt sich dort in einem Landschaftsschutzgebiet des Landes
Brandenburg mit den damit verbundenen Gesetzen und Verboten, besonders das
befahren mit Kraftfahrzeugen jeglicher Art, ist untersagt!

Das Gebiet wird auch von Förstern nachts kontrolliert - davon konnten wir uns selber überzeugen. Paranormal-Süd distanziert sich ausdrücklich von Grabungen von "Sondlern" die sich in diesem Gebiet aufhalten !

Durch interessante Gespräche im "Alten Krug" in Sperenberg, konnten wir weiter Informationen, zu diversen Örtlichkeiten in Sperenberg und Umgebung, sammeln. Das dort servierte Schnitzel gehört zu den besten die wir je irgendwo bekommen haben !!!

 

Erste Nacht - Untersuchung Forsthaus Massow 29.05.2009

Nachdem wir unser Equipment in Rucksäcke verpackt haben, ging´s los. Um 20:30 Uhr sind wir mit dem Auto abgefahren und haben dann unser Auto in der Nähe alter Panzergaragen abgestellt. Das Naturschutzgebiet darf nicht befahren werden ! Das bedeutete, einen mehr oder weniger anstrengenden Fussmarsch. Gut, dass wir das Gelände schon tagsüber begangen hatten.

Nach ca. 30 Minuten hatten wir unser Zielgebiet erreicht und machten uns auch gleich daran das Equipment aufzustellen. Es wurden zwei Untersuchungsbereiche aufgebaut. Mein Bereich war derjenige, an dem Cean den Knochen gefunden hat. Dort stellte ich unsere neue sog. "Mobile Messeinheit" auf. Auf dieser befinden sich der WAV-Rekorder, ein EMF-Meter und der Luftfeuchte und Temperatur Datenlogger. Angestrahlt wurde das ganze von zwei Infrarotstrahlern und anfangs auch noch durch 4 Infrarottaschenlampen.

Untersuchungsbereich Knochenfund

Quer über die Lichtung stellte Daniel sein Equipment auf. Ein Luftbild von Google Earth kann man folgend sehen. Darauf hab ich die ungefähren Positionen unserer Aufbauten eingezeichnet.

massowluftbild

Offizieller Untersuchungsstart war um 22:25 Uhr. Wir starteten alle Geräte und begaben uns anschließend in die Mitte der Lichtung. Ungefähr um 22:39 Uhr sahen wir in nörd-östlicher Richtung eine riesen Sternschnuppe ( Bolide ) am Sternenhimmel verglühen. Als wir zwei Tage später im Flugzeug von Berlin nach Stuttgart saßen, haben wir in der Bild-Zeitung einen Artikel gelesen, in dem stand, dass es viele Meldungen bei den UFO-Meldestellen gab und das es sich dabei um einen sogenannten "Boliden" gehandelt hat ;-)

aufzeichnen

Während der ersten Minuten der Untersuchung fiel uns auch auf, dass ein Auto mehrfach auf dem nahen Waldweg an uns vorbeigefahren ist, jedoch ohne uns zu sehen. Ansonsten blieben wir von Autos etc. die ganze Nacht über verschont. Entweder war es ein Fahrzeug, dass eine Erlaubniss zur Nutzung der Wege hatte, oder der Fahrer befand sich "illegal" im Gebiet mit seinem Gefährt.

DSC04469

Während der gesamten Untersuchung machten wir keine besonderen Entdeckungen oder Beobachtungen. Die Nacht verlief ohne nenneswerte Ereignisse. Um ca. 1 Uhr morgens haben wir Daniels Untersuchungsaufbau weiter in westliche Richtung verlegt. Die Umgebungsbedingungen wurden zusehens ungemütlicher und die Geräte beschlugen mit Wassertropfen, so dass wir gezwungen waren, die Untersuchung zu beenden.

beschlag1

Das Wasser wäre unserem Equipment nicht bekommen und so haben wir uns schließlich um ca 1:40 Uhr zum Abbau entschloßen, nachdem mein Camcorder seinen Dienst eingestellt hat. Während der gesamten PU wurden unsere Untersuchungsbereiche von unseren Spiegelreflexkameras in regelmässigen Abständen, zur Dokumentation fotografiert.

Hier eine Zeitrafferaufnahme der Spiegelreflexaufnahmen inklusive Auf- und Abbau, EVP-Aufnahme etc...:

Zeitraffer1

Die Luftfeuchte und Temperatur wurden natürlich auch wieder mitgeloggt und werden im Downloadbereich wieder entsprechend veröffentlicht.

Eingang Forsthaus

Nachdem wir unsere Geräte wieder sicher verstaut hatten, ging es wieder durch den Wald zurück zum Auto, auch hier viel uns nichts Besonderes auf. Nach etwa 30 Minuten erreichten wir unser Auto und fuhren dann unmittelbar wieder in unsere Herberge nach Sperenberg.

Am nächsten Tag machten wir uns nach dem Frühstück auf nach Zossen, wo wir auf dem Polizeirevier den Munitions- und Knochenfund anzeigten. Eine Polizeistreife traf sich mit uns dann Nachmittags, in der Nähe des Forsthauses. Gemeinsam fuhren wir dann bis zum Forsthaus, wo sich die Polizisten die Funde anschauten.

Polizeistreife

Während unseres Aufenthaltes habe ich dann auch noch ein anderes Munitionsteil, in unmittebarer Nähe der Patrone, gefunden. Alle Munitionsteile wurden vergraben und markiert, der Standort per GPS gesichert und dem erfahrenen Sprengmittelräumdienst gemeldet. Den Knochen nahm die Polizeistreife gleich mit. Es wurde uns mitgeteilt, dass sich ein Mediziner diesen Knochen anschauen wird. Über das weitere Prozedere haben wir keine Informationen erhalten.

Werfergranate ?

Nachdem wir unsere Daten hinterlassen hatten, fuhren wir wieder zur Herberge, um uns für die zweite Untersuchung vorzubereiten.

Zweite Nacht - Untersuchung Nähe Kummersdorf-Gut 30.05.2009

In der zweiten Nacht brachen wir in das Waldstück auf, in dem es damals zu der Ermordung der Nachrichtenhelferinnen gekommen sein soll. Unser Equipment stellten wir in der Nähe alter "Stellungslöcher" auf. Unweit des Untersuchungsbereiches, am Wegesrand, stand auch ein kleines Holzkreuz mit einem Namen. Die Untersuchung startete ungefähr um 21:45 Uhr.

DSC04486

Unmittelbar neben einer "Stellung", stellte ich die mobile Messeinheit mit EMF-Checker, Temperatur und Luftfeuchtedatenlogger und WAV-Rekorder auf ( siehe Bild oben ). Das Ganze wurde durch zwei Infrarotscheinwerfer beleuchtet und von meinem Camcorder gefilmt. Die Spiegelreflexkamera machte auch hier zu bestimmten Intervallen Fotos des Untersuchungsaufbaus.

In der Verlägerung des Sichtbereiches des Camcorders, sicherte die Infrarot-Fotofalle die Gegend ab.

dsc04491

Daniel baute seinen Untersuchungsbereich ca. 15 Meter hinter meinem Camcorder auf. Auch hier war ein Camcorder inkl.Beleuchtung etc. und Audiogerät im Einsatz.

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Im Verlaufe der nächtlichen Untersuchung, führten wir ein paar EVP-Sessions durch. Kurz vor Ende der Untersuchung um ca. 24 Uhr liefen wir nochmals durch den Untersuchungsbereich weil wir des öfteren Geräusche vernahmen und dachten Bewegungen im Unterholz gesehen zu haben.

DSC04497

Durch die sehr hohe Luftfeuchtigkeit von ca 90 Prozent, waren wir gezwungen die Untersuchung abzubrechen, da wir auch in dieser Nacht Angst hatten, dass die Feuchtigkeit unsere Geräte beschädigen könnte. Das entsprechende Temperaturprofil gibt es im Downloadbereich zur Ansicht.

Ansonsten blieb diese Nacht ebenfalls ruhig. Es konnten keine besonderen Vorfälle verzeichnet werden.

Analyse des Materials

Bei der Analyse des aufgenommenen Materials, konnten wir bis dato vor allem eine Aufnahme vorweisen, die wir uns nicht erklären können. Es handelt sich um eine Audioaufnahme, die Cean, während der Vorabbegehung in dem Waldstück der Nachrichtenhelferinnen, aufnehmen konnte. Weit und breit waren keine Leute, ausser uns, unterwegs. Auf der Aufnahme hört man, wie Cean sagt "Ähhmm...Was war das ?", kurz davor, etwa bei Sekunde 10 oder 11 hört man etwas, das wir als Stimme interpretieren.

Ceans Äußerung bezog sich nicht etwa auf etwas, dass sie zu diesem Zeitpunkt hörte, sondern auf die Überreste ( Relikte, Bunker, Unterstände etc.. ) an denen wir vorbeigelaufen sind.

Die Aufnahme haben wir im Downloadbereich in der Rubrik "Indizien/Audio-EVP´s/" veröffentlicht.

Downloads / Indizien / Audio/EVP´s/ PU Kummersdorf Gut

Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass sich jeder selbst zu dieser Aufnahme Gedanken machen soll . Wir halten es nicht für richtig, die möglichen Quellen von solchen Aufnahmen nur auf eine Einzige zu begrenzen. Viele Menschen engen die möglichen Quellen ein und deuten sie ausschließlich in einer spiritistischen bzw. esoterischen Sicht der Dinge. Meist wird dann die Quelle "Verstorbener" etc. genannt.

Natürliche Quellen können wir so gut es eben geht ausschließen - eine 100% Sicherheit wird es auch hier niemals geben. Wir sind uns aber sehr sicher das wir in dem besagten Gebiet während des Aufenthaltes alleine waren.

Leider haben wir diese Aufnahme während der Vorabbegehung aufgenommen und haben keine Parallelaufnahme davon zur Verfügung.

Das restliche Material wird in den kommenden Wochen komplett ausgewertet sein und falls wir darauf noch was von Interesse finden, werden wir es natürlich hier mit veröffentlichen.

 

 

 

Weiterführende Informationen:

Bildergalerie auf Flickr

Kessel von Halbe - Battlefield Travel

Webseite "Kessel von Halbe"

Überblick LIVE-TWITTER Postings ( Gesamte PU )

Temperaturprofile der Untersuchungen finden Sie im "Downloadbereich / Luftfeuchte- und Temperaturprofile"

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.  - Gedenkstätte Halbe

Spiegel Artikel über den Kessel von Halbe - "Skelette im Schuppen"

 

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