Am 25 August 2007 wollten wir eigentlich zusammen mit Paranormal-Nord und Paranormal-West eine Burgruine untersuchen. Ausgesucht haben wir uns diese Ruine auf Grund Ihrer bewegten Vergangenheit. So fanden hier mehrere kriegerische Auseinandersetzungen statt. Die Pest forderte hier Ihre Opfer und die Burg war auch als Gefängnis eine Weile lange genutzt worden.
So nahmen wir also den anstrengenden Aufstieg auf uns um die Örtlichkeit noch bei Tageslicht zu begutachten. Das Wetter an diesem Tag war eigentlich genial für eine Outdoor-Untersuchung, aber die Hitze macht einem beim körperlich anstrengenden Aufstieg schon sehr zu schaffen.
Das Gelände auf der Burgruine ist sehr groß und bietet einen abwechslungsreichen Anblick. Es gibt noch mehrer Räumlichkeiten und Brunnen auf dem Gelände.
Leider haben auch andere Leute das gute Wetter genutzt. Oben angekommen trafen wir auf eine Gruppe junger Leute die dort oben ein Zeltlager aufgebaut hatten.
Zu allem Überfluss hatten die sogar einen Generator dabei den sie ausgerechnet in den Raum gestellt hatten den ich mir zur Untersuchung ausgesucht hatte.
Unter diesen Umständen war an eine ordentliche Untersuchung natürlich nicht mehr zu denken. Jetzt musste so schnell wie möglich ein Ausweichprojekt her. Schließlich hatten die Mitwirkenden ja auch ne sehr weite Anreise hinter sich. Also beschlossen wir nach kurzer Beratung uns folgende Örtlichkeit vorzunehmen....An diesem Ort wurden aber nicht nur Todesstrafen mit dem Strick vollzogen, sondern im Mittelalter war dieser Ort außerdem Schauplatz einer der großen Hexenverbrennungen zu damaliger Zeit. Innerhalb von zwei Jahren wurden dort über 60 Hexer und Hexen verbrannt. Auslöser für die Hexenverfolgung waren Hagelstürme die das Gebiet im Sommer heimsuchten. Die Menschen damals gaben dann "Hexen" die schuld.
Die verurteilten Hexen und Hexer wurden nicht wie man allgemein annimmt auf einem Scheiterhaufen verbrannt, sondern wurden gefesselt und in kleine Strohhütten gebracht die dann angezündet wurden. Dies hatte den "Vorteil" das die Bevölkerung die während der Hinrichtung zugegen war, nicht vom bösen Blick der Hexe getroffen werden konnten.
Die Verhöre und die Hinrichtungen hielten sich an die sog. "Constitutio Criminalis Carolina" die im Jahre 1532 von Kaiser Karl V. erlassen wurde. Die "Constitutio Criminalis Carolina" wird auch häufig mit "CCC" abgekürzt. Siehe hierzu auch diesen Wikipedia Artikel---> Constitutio_Criminalis_Carolina
Die Carolina wird auch die "Peinliche Gerichtsordnung" genannt - wobei das Wort "Peinliche" sich auf die "Pein" im Sinne von "Qual" bezieht.
Nach unserer Ankunft machten wir erstmal eine Begehung des Geländes, EMF-Messungen und zwei EVP-Aufnahmen. Die Dunkelheit brach dann auch langsam über uns herein. Nach einer Weile beschlossen wir weiter zur Kapelle zu gehen und später nochmals hier her zurück zu kommen um einen Camcorder aufzustellen und weiter EMF Messungen zu machen.
An der Kapelle angekommen packten wir unser Equipment aus und richteten eine kleine Basisstation ein. Die Umgebungstemperatur betrug ca 16 Grad Celsius. Vor uns in etwa 30 Meter Entfernung befand sich nun die Kapelle. Hinter uns befanden sich noch ein paar Bauernhöfe, allerdings waren diese alle außerhalb unserer Sichtweite.
Wenn man aus der Kapelle heraus kommt, steht links davor eine kleine Bank auf der wir uns später abwechselnd, alleine oder zu zweit, niedergelassen haben um ein paar Minuten einfach mal den Ort auf uns wirken zu lassen und die Störquellen eventuell besser erkennen zu können ( Verkehr unten im Tal, Tiere im Gebüsch etc etc... ).
Uns allen vielen "unangenehme" Geräusche auf die von einer Stelle rechts der Kapelle und der Bank kamen. Zeitweise hörten wir unabhängig voneinander Geräusche von Schritten. Andreas hörte dann während seines Sittdowns ein grunzen und so mussten wir ein Wildschwein im Gebüsch vermuten was bei uns allen zu einem etwas erhöhtem Adrenalinspiegel führte als wir unregelmäßig immer wieder dieses Rascheln hörten.
In der Kapelle stellten wir einen Camcorder, EMF-Meter, Bewegungsmelder und Diktiergeräte auf. Im stündlichen Abstand wechselten wir hier das Aufnahmemedium und machten von Zeit zu Zeit EVP-Aufnahmen im Inneren der Kapelle. Viele Fotos wurden während der PU aufgenommen und auf vielen zeigten sich wieder Staubpartikel und Insekten in Form von "Orbs" auf den Fotos. An dieser Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen das wir persönlich von sog. "Orbs" nichts halten --> FAQ "Orbs"
Ein Erlebnis in dieser Nacht sorgte kurzzeitig für Verwirrung - als ich gerade einige Meter von allen anderen entfernt war hörte ich über mein Funkgerät plötzlich deutlich ein Kind weinen - ich wunderte mich in der ersten Sekunde natürlich und fragte sofort bei den anderen nach. Wir alle haben es gehört über unsere Funkgeräte. Es handelte sich um ein Babyphon das im nahen Ort wohl auf der gleichen Frequenz sendete wie unsere Funkgeräte :-) Ob die Eltern uns wohl auch hörten ?

Nach ca. 3 Stunden an der Kapelle packten wir zusammen und fuhren mit dem Auto wieder an den nahen Galgenplatz. Dort stellten wir einen Camcorder an das Wasserhäuschen das dort steht und entfernten uns alle wieder zum nahen Parkplatz um die Aufnahmen so wenig wie möglich zu beeinflussen.
Nach ca 50 Minuten kamen wir zurück und beendeten die PU.
Wir fanden auf den Aufnahmen keinerlei Hinweise auf paranormale Aktivität.

















































