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Home Untersuchungen Feldforschung PU Galgen / Hexenschaffot

PU Galgen / Hexenschaffot

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Am 28.05.08 sind wir aufgebrochen um uns einen Ort vorzunehmen an dem wir schon einmal auf Untersuchung waren. Da wir aber bei der Untersuchung an der Kapelle diesen Ort nur kurz in Augenschein genommen haben bzw. nur ca. eine Stunde damals vor Ort waren, wollten wir uns bei dieser Untersuchung den Ort nochmals genauer vornehmen.

LuftbildGoogle


Die Geschichte des Ortes ist sehr bewegt. Im Mittelalter wurden hier innerhalb von 2 Jahren über 60 Männer und Frauen verbrannt die man der Hexer beschuldigt hatte. Außerdem befand sich an dieser Stelle auch damals im Mittelalter der Galgen.

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Heute sieht man von der Richtstätte nicht mehr viel. Es führt eine Landstraße in unmittelbarer Nähe an diesem Platz vorbei was uns die Untersuchung nicht unbedingt leichter machte. Nur das an dem Ort stehende Wasserhäuschen trägt noch den Namen "Galgen" und weist somit auf die Bedeutung dieses Ortes hin. Vor Ort mussten wir mit versch. Störfaktoren umgehen. Der sporadische Lärm der Landstraße war hierbei nur eine Störquelle. Bei unserer Untersuchung fielen uns allerlei Insekten auf die dem ganzen Waldgebiet "Leben" einhauchten - wenn man das Licht ausmachte hörte man überall um einen herum das rascheln und kriechen irgendwelcher Waldbewohner. Kröten haben in dieser Nacht ihr übriges zur Geräuschkulisse beigetragen. In regelmäßigen Abständen hörten wir auch aus dem Dickicht irgendein Tier rufen - keine Ahnung was das war aber hörte sich witzig an.

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Während der Untersuchung haben wir uns drei Stellen herausgesucht um den Standort der Hexenverbrennungen damals einzukreisen da niemand den genauen Standort mehr kannte. Wir haben hierzu einen Punkt sehr nahe an diesem Wasserhaus gewählt und die anderen zwei Punkte haben wir auf dem angrenzenden Waldweg gewählt.

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Die erste Station befand sich auf einer einigermaßen ebenen Fläche neben dem Waldweg. Dort stehen einige große Steine herum. Nach ein paar Metern steht dort ein kleiner Hügel hinter dem wir dann unser Equipment aufgestellt haben. Wir hatten einen Camcorder, Temperatur und Luftfeuchtigkeitsdatenlogger, Bewegungsmelder mit Licht, Infrarotlichtschranken und natürlich die Infrarot-Fotofalle dabei. Außerdem hatten wir diverse EMF-Meter und Diktiergeräte im Einsatz.

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Besonders an dieser Station waren Unmengen kleiner und winzigster Tiere unterwegs die diesen Ort akustisch enormes Leben einhauchten. Von überall waren leise Geräusche und Rascheln zu hören das von diesen Tieren kam. Der Boden war übersät mit Laub und Ästen - deshalb haben wir die Lcihtschranken hier nicht eingesetzt da die Störanfälligkeit viel zu groß war. Eines unserer EMF-Meter platzierten wir direkt vor der Kamera. Direkt daneben stellten wir ein Bewegungsmelder der ein kleines Licht anschaltet sobald er etwas in seinem Sensorbereich bemerkt. Auch ein Diktiergerät wurde neben die anderen Geräte platziert. Die ganze Szenerie wurde von einer Lampe zusätzlich angestrahlt um der Kamera eine bessere Sicht zu verschaffen.

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Nachdem die Geräte standen fingen wir unmittelbar mit einer EVP-Aufnahme an. Nach wenigen Minuten verließen wir dann die Station und zogen uns einige Meter wieder auf den Waldweg zurück. Von weitem sahen wir das Licht der Lampe hinter dem Hügel scheinen. Wir gingen dann langsam in Richtung Parkplatz und später wieder zurück in die andere Richtung. Nach ca 45 Minuten kamen wir an die Station 1 zurück und machten erneut eine EVP-Aufnahme bevor wir unsere Geräte zusammen packten und zur nächsten Station gingen.

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Die Station 2 befand sich ca 15 - 20 Meter vom Parkplatz entfernt in Richtung Wald. Da wir dort einen steinigen Untergrund hatten benutzten wir hier auch die Lichtschranken - was sich allerdings später als nicht sehr sinnvoll herausstellte da riesige Falter vom Licht der Lampe angelockt wurden und die Lichtschranken so in und ohne unsere Anwesenheit ausgelöst wurden. Wir haben keinen Zweifel das die Auslösung der Lichtschranken von Insekten ausgelöst wurden da dort wirklich enorm viele Falter waren - dies haben wir dann auch auf den Aufnahmen später beobachten können.

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Wir wiederholten den Untersuchungsaufbau und benutzten wieder die selben Geräte ( EMF, Datenlogger, Diktiergerät, Fotofalle, Camcorder ). Nach dem Aufbau haben wir wieder eine EVP-Aufnahme gemacht die durch die Auslösung einer Lichtschranke unterbrochen wurde. Nach einigen Minuten haben wir uns dann ins Auto zurückgezogen und haben dort mit geschlossenen Türen ca 30 Minuten gewartet. Danach sind wir kurz wieder zur Station um nach dem Rechten zu sehen. Da alles ok war haben wir uns wieder ins Auto zurückgezogen und dort nochmals ca 20 Minuten verbracht bevor wir zur Station 3 aufbrachen.

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Die Station 3 befindet sich ganz in der Nähe eines Wasserhochbehälters der auch noch den Namen Galgen trägt. An dieser Stelle hatten wir bei unserer vorigen Untersuchung ( PU Kapelle ) auch schon untersucht. Mit der Auswertung dieser Aufnahme von diesem Ort war ich mir sehr unsicher. Ich dachte da an einer Stelle etwas gehört zu haben - aber da diese Aufnahme zugegeben sehr sehr strittig ist wollte ich diesmal diesen Ort nochmals mit nem Camcorder überwachen.

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Wir stellten also alles wieder exakt so auf wie bei den vorigen Stationen. Hier aber auch wieder ohne die Lichtschranken da wieder sehr viel Laub und Insekten unterwegs waren. Nachdem das Equipment stand zogen wir uns erneut nach einer EVP-Aufnahme ins Auto zurück da wir hierzu unmittelbar vor den Wasserhochbehälter geparkt hatten.

Nach ca. 40 Minuten gingen wir wieder zur Station um eine letzte EVP-Aufnahme zu machen und um dann endgültig Schluss zu machen.

Um ca. 01:30 Uhr ging diese PU dann also zu Ende.

Wir fanden keine Indizien auf Bild oder Ton die wir uns nicht erklären konnten.

 

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